2. Mannschaft Saison 18/19

A-KLasse

Die 2. Mannschaft spielt in der A-Klasse und möchte vorne mitspielen

09.02.2019  Unentschieden gegen VFR Koblenz

Tabellenführung verteidigt

 

Der Nachwuchs des VfR Koblenz hat auch im Spiel gegen uns gezeigt, dass er deutlich besser ist, als sein Tabellenplatz vermuten lässt. Mit unserem Unentschieden konnten wir am Ende noch sehr zufrieden sein. Vielleicht wäre aber auch mehr drin gewesen.

 

Georg ließ sich von den weiblichen Reizen seiner Gegnerin keine Sekunde irritieren, sondern hing wie üblich locker auf seinem Stuhl und zog geradlinig sein Spiel durch. Allerdings machte es Sarah Marx ihm auch nicht allzu schwer (auf dem Brett). Im Prinzip musste er die Chancen nur nutzen, die sie ihm bot (auf dem Brett). Er selbst ließ hingegen nichts zu (auf dem Brett) und fuhr äußerst souverän einen vollen Punkt ein. 1 zu 0.

 

Marvin kommt diese Saison einfach nicht so richtig ins Rollen. Angesichts seines enormen Talents könnte er durchaus eine bessere Quote haben als 40 Prozent. Auch gegen den VfR V versuchte er zwar viels und berechnete alle möglichen Siegwege, offenbar bedachte er dabei nicht, dass zwischendurch auch der Gegner ziehen darf. Erst ging glaube ich ein Bauer flöten, dann eine ganze Leichtfigur. Am Ende hatte sein Gegner zwei Damen (auf dem Brett) und Marvin musste die Segel streichen. 1 zu 1.

 

Dmitry zauberte eine recht konfuse Stellung aufs Brett mit Chancen für beide Seiten. Sein starker Gegner von Rhöneck glaubte dann, mit einem Figurengewinn den Siegeszug gefunden zu haben. Dieser ließ für Dmitry jedoch auf der andren Brettseite einen starken Königsangriff zu. Schätzungen zufolge wäre dieser in Richtung matt gegangen. Doch weil sich keiner in seiner Haut so richtig wohl fühlte, wurde Remis vereinbart. 1,5 zu 1,5.

 

Hansi konnte erstmals in dieser Saison nicht seine berüchtigten Taktiktricks anbringen. Es wurmte ihn, dass sein junger Widersacher Stahnecker, dessen Bruder schon bei der Jugend-Weltmeisterschaft gespielt hat, die Stellung so geschlossen hielt. Hansi sah auch keine Gewinnwege und fühlte sich in der Stellung sogar etwas schlechter. Daher einigte man sich auch hier auf Remis. 2 zu 2.

 

Für mich war das eine unangenehme Nachricht, da ich gegen Paul Plum deutlich schlechter stand. Weil ich einen Verteidigungszug, den ich eigentlich kannte, vergessen hatte zu machen, verlor ich eine Qualität. Immerhin konnte ich mir noch ein Bäuerlein sichern. Dann schaffte ich es einigermaßen, meine Stellung zu verbessern, bis ich wieder patzte und auch die zweite "Qualle" abgeben musste - wenn auch erneut mit einem Bauern als Dreingabe. Anschließend schaffte ich es sogar, eine Qualität und einen Bauern zurückzugewinnen, sodass es im Endspiel fünf Bauern auf meiner Seite gegen einen Turm bei Plum hieß. Dumm nur, dass zwei Bauern sofort einkassiert werden konnten. Trotzdem erkannte Plum nicht, dass seine Stellung gewonnen war und er "rettete" sich in Zugwiederholung. 2,5 zu 2,5.

 

Auch wenn angesichts unserer (meiner) Fehler mehr drin gewesen wäre: Angesichts der anderen Ergebnisse können wir mit diesem Resultat gut leben. Von den ersten sechs Teams hat schließlich nur Güls gewonnen und wir konnten unsere Tabellenführung verteidigen.

 

Nun müssen wir nur sehen, dass wir das nächste Spiel gegen Leideneck vorverlegt bekommen, dann gehen wir vielleicht auch als Tabellenführer in die letzte Runde.

 

Gruß Christoph

19.01.2019  Spiel gegen die Spitzenmannschaft aus Lahnstein

Soll erfüllt

 

Ein Unentschieden hätte mir im Vorfeld gereicht - und wir haben unser Soll erfüllt. Anders als erhofft trafen wir am Samstag in Lahnstein auf ein Team nahezu in Bestbesetzung. Entsprechend waren wir darauf eingestellt, nicht allzu hoch zu gewinnen.

 

Hansi jedoch - wie es seine Art ist - gab uns im Eiltempo Hoffnung. Seinen Angriff auf eine Leichtfigur wollte sein junger Widersacher mit einem Gegenangriff auf eine Leichtfigur parieren. Hansi konnte seinen Läufer aber mit Damenangriff abziehen. Der Lahnsteiner gab dann zwei Leichtfiguren für einen Turm - kein so guter Tausch und der Anfang vom Ende. Hansi machte weiter Druck und drohte gar mit Matt. Das verwirrte seinen Gegner dermaßen, dass er seine Dame so dämlich neben seinen König postierte, dass Hansi in Sekundenbruchteilen eine Springergabel setzte. 1 zu 0.

 

Dmitry hatte es mit Fabian Meuer zu tun, dem wohl stärksten Lahnsteiner Jugendlichen. Dmitry fühlte sich, als führe ihm nach jedem Zug der Bus vor der Nase weg. Immer wenn er glaubte, er habe eine passende Antwort gefunden, zeigte ihm Meuer, dass seine Antwort noch besser war. So lief Dmitry in einen Königsangriff, bei dem ihm Meuer nach und nach alles wegfraß, was um seinen König herum stand: "Nacktgefressen" ist kein schönes Wort und fühlt sich im Schach noch unangenehmer an. 1 zu 1.

 

Johannes ließ sich diesmal etwas mehr Zeit, kam aber mit Schwarz nach eigener Einschätzung nie richtig ins Laufen. Immer habe es ihm an einem Tempi gefehlt, um sich zu befreien. Dennoch gelang es ihm, wenigstens Materialverlust zu vermeiden. Dabei blieb er aber passiv und mit der Zeit rückte ein gegnerischer Freibauer abseits von Johannes' König vor, während Johannes seinen Freibauern in der Mitte nie auf Trab bringen konnte. Am Ende war der Verlust dann nicht aufzuhalten, da Johannes mit seinem König zum gegnerischen Freibauern eilen musste, während sein Kontrahent auf der anderen Seite alles hätte abräumen können. 1 zu 2.

 

Georg spielte lange etwas zu brav. Statt selbst etwas nach vorne zu tun, verschanzte er sich hinten. Diese Passivität kostete ihn schließlich einen Bauern. Das alles war freilich reine Taktik, um den Gegner zu Übermut zu verleiten - was sich dann auch zeigte. Als der Lahnsteiner bei seinem Angriff zu viel wagte, schnappte sich Georg eine Leichtfigur. Ab da gab es für ihn kein Halten mehr, Georg schien regelrecht entfesselt. Er sammelte Material nach Belieben ein und brachte einen Bauern auf die vorletzte Reihe. Statt sich dafür eine Dame zu holen, setzte er seinen Gegner zur Krönung matt. Kann man so machen. 2 zu 2.

 

Spitzenbrett Ley (DWZ 1964) hatte in mir den erwartet schweren Gegner :-) Er nahm mein Damengambit an und wollte sofort den Ausgleich. Ich fand einen scheinbar starken Zug, mit dem ich beweisen konnte, dass ich nicht rechnen kann. Erstens hat mir Fritz gezeigt, dass der Zug mir gar keinen Vorteil hätte bringen dürfen, zweitens hatte ich mir ausgerechnet, einen Bauern oder die Qualität zu gewinnen, es gab aber zwei Bauern! Anschließend ließen wir beide viele, viele Möglichkeiten aus, ich wurde aber leider immer passiver. Angst vor der eigenen Courage (und keine Zeit). Ich hätte schließlich mit Zugwiederholung ein Remis erzwingen können, was mit zwei Mehrbauern allerdings nicht sonderlich gut aussieht. Die Presse hätte mich zerrissen. Stattdessen verlor ich unter ziemlichem Zeitdruck den klaren Kopf und einen Bauern. Mit drei Minuten für sechs Züge bot ich dann doch Remis an, was Ley glücklicherweise annahm 2,5 zu 2,5.

 

Sicherlich hätte mit etwas mehr Glück auch ein Sieg gelingen können, doch gegen starke Lahnsteiner haben wir mit dem Mannschaftsremis immerhin unsere Tabellenführung in der A-Klasse verteidigt. Die nächste Herausforderung steht aber bereits an: Es geht im Februar gegen den starken Koblenzer Nachwuchs, der am Wochenende den bisherigen Tabellenzweiten Einrich (die allerdings nur zu viert antraten) mit einem klaren 4 zu 1 bezwingen konnte. Das dürfte ein ähnliches Stück Arbeit werden wie am Samstag. Aber ganz so schlecht sind wir ja auch nicht!

 

Christoph

 

 

Nächstes Monatsschnellschach am

03.05. um 19:00 Uhr im Gehaichnis Kastellaun

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